Vorführung im Cinema by Velotel
In dem sehr berührenden Familiendrama von Carine Tardieu geht es um die alleinstehende Sandra, die in einer französischen Stadt lebt und einen feministischen Buchladen betreibt. Als das Ehepaar aus der Nachbarwohnung, Alex und seiner Partnerin Cécile, zur Entbindung ins Krankenhaus muss, erklärt sich die Buchhändlerin bereit, auf den sechsjährigen Sohn Elliot aufzupassen, obwohl die Mitte 50-Jährige mit Kindern wenig anzustellen vermag. Bei der Geburt kommt es allerdings zu Komplikationen, und die Mutter stirbt.
Sandra wächst in der folgenden Zeit nicht nur für den Jungen immer mehr in die Rolle einer wichtigen weiblichen Bezugsperson hinein, sondern auch für den verwitweten Vater und das Neugeborene, die Tochter Lucille. Alex ist mit David, Elliots leiblichem Vater, befreundet. Es entsteht eine tiefe Bindung zwischen Sandra und den trauernden Hinterbliebenen, auch wenn sie dabei austarieren muss, wo ihre Grenzen sind. Sie wird für Elliot und Alex zu einer wichtigen Stütze. „Was uns verbindet“ ist ein lebensbejahendes Drama, das Themen wie Trauer, Verlust und Bindung behutsam behandelt – absolut sehenswert!