EIN NOBODY GEGEN PUTIN

Pawel Talankin lebt in Karabasch, dem laut Unesco „giftigsten Ort der Welt“. Er arbeitet als Lehrer und Videochronist an der örtlichen Schule – von seinen Schüler:innen wird er für seine offene, vertrauenswürdige und humorvolle Art geliebt. Mit Beginn des russischen Angriffskrieges ändert sich jedoch alles. Die Schule wird zur Bühne staatlicher Propaganda.

Anstatt wie gewohnt in den Unterricht zu gehen, müssen die Schüler:innen vor allem in Uniform marschieren, Hymnen singen und sich an Waffen üben. Und Pasha hat den Auftrag, als Videograph sämtliche Veranstaltungen zu dokumentieren und stattlich abgesegnete Botschaften zu verbreiten.  Entsetzt über den Wandel an seiner Schule kämpft er mit Schuldgefühlen und Ohnmacht und filmt viel mehr als er soll. Mit trockenem Humor kommentiert er die Absurdität. Doch hinter dem Sarkasmus wächst die Angst. Bis ihn die ungewöhnliche Nachricht eines ausländischen Filmemachers erreicht. Im Sommer 2024 flieht Pasha – mit brisanten Aufnahmen im Gepäck.

Der 2026 mit einem Oscar ausgezeichnete Dokumentarfilm ist ein eindringliches Porträt einer Gesellschaft, die sich selbst inszeniert – als ein Kriegstheater.

Awards

Academy Awards – Bester Dokumentarfilm

Sundance Festival – Sonderpreis der Jury

British Academy Film Awards – Bester Dokumentarfilm

FILMGESPRÄCH

Im Anschluss gibt es eine Diskussionsrunde mit der im Exil lebenden russischen Journalistin Masha Borzunova und dem Protagonisten und Regisseur Pawel Talakin.

 

Bildstills (oben): ©František Svatoš

Porträtfoto (unten): ©Helle Moos

Altersfreigabe: FSK ab 12 freigegeben

Credits

Dänemark, Tschechien, Deutschland, 2026

Länge: 90 Minuten

Regie: Pawel Talankin, David Borenstein

Fassung: Russisch (UT Deutsch)