HIDDENSEE

Von 17 Kilometern Länge, nur 250 Metern Breite und einem Jahrhundert voller Geschichten auf der Ostseeinsel Hiddensee erzählt Annekatrin Hendel in ihrem gleichnamigen Dokumentarfilm. Er widmet sich den unterschiedlichsten Besucher:innen und Bewohner:innen – in ihren Geschichten spiegeln sich zugleich die gesellschaftlichen Entwicklungen auf dem Festland wider. Historische Fotografien berichten von der intellektuellen Avantgarde um Bert Brecht und Asta Nielsen, die Hiddensee in den 1920er Jahren als Refugium nutzten. In den 1980er Jahren suchten ostdeutsche Jugendliche auf der Insel nach künstlerischer Freiheit – und auch die Regisseurin selbst entdeckte Hiddensee in dieser Zeit für sich. Die Gegenwart ist heute von kommunalpolitischen Konflikten zwischen Bewahrung und Kommerzialisierung geprägt.

Hendels Film erzählt essayistisch und in atmosphärischen Momentaufnahmen. Die Schwarz-Weiß-Landschaftsaufnahmen und langen Einstellungen vermitteln jenes Gefühl von Ruhe und Freiheit, das Hiddensee als geschichtsträchtigen Ort bis heute auszeichnet.

FILMGESPRÄCH

Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit der Regisseurin Annekatrin Hendel statt.

Bildstills (oben): ©Beate Nelken

Altersfreigabe: FSK ab 0 freigegeben

Credits

Deutschland, 2026

Länge: 119 Minuten

Regie: Annekatrin Hendel

Fassung: Deutsch