SECHSWOCHENAMT

Mit dem Tod ihrer Mutter reißt es der 25jähren Lore den Boden unter den Füßen weg. Während ihr Inneres in einen nie dagewesenen Ausnahmezustand fällt, gerät auch die Außenwelt zunehmend aus den Fugen. Sie muss sich den unterschiedlichen Formen des Trauerns innerhalb der Familie und den wie Automatismen auf sie einprasselnden Konventionen stellen. „Was muss ich jetzt tun?“ wird für sie zu einer schwerwiegenden Frage. Lore gerät in ein unwegsames Labyrinth zwischen Trauer und Bestattungsmodalitäten

„Sechswochenamt ist ein völlig unabhängig produzierter Film, der von feinem Humor und leiser Lebensklugheit nur so funkelt“ – Knut Elstermann, Radio Eins

Die Regisseurin Jacqueline Jansen zeichnet die rheinische Heimatstadt der verstorbenen Mutter als einen Wohnort von Eigenbrötlern und Einzelkämpfern. Dadurch verleiht sie ihrem Film eine geradezu lakonische Komik. Anfangs wirkt der Film eher still, zieht die Zuschauer aber immer weiter in die Handlung und verliert nicht an Dramatik. Das Drehbuch zeichnet ein berührendes Bild von Verlust, das dazu einlädt, das Ende des Lebens aus anderem Blickwinkel zu betrachten und die auch heilende Wirkung von Trauer zuzulassen.

Awards

Filmfest München – Beste Darstellerin, Beste Produzentin, Fipresci Award

Filmkunsttage Sachsen-Anhalt – Förderpreis Schauspiel

Filmfestival Türkei Deutschland – Best Darstellerin,  Preis der Jury

achtung berlin filmfestival – Preis der Ökumenischen Jury

Neisse Nysa Nisa Festival – Bester Film

FILMGESPRÄCH

Im Anschluss gibt es ein Gespräch mit der Regisseurin Jacqueline Jansen und dem Kameramann Markus Ott.

Bildstills (oben): ©Filmweh Markus Ott

Porträtfoto (unten): ©Christian Hellinge ©EmilyWink

Altersfreigabe: FSK ab 6 freigegeben

Credits

Deutschland, 2026

Länge: 98 Minuten

Regie: Jacqueline Jansen

Drehbuch: Jacqueline Jansen

Besetzung: Magdalena Laubisch, Gerta Gormans, Lola Klamroth, Olga Prokot

Fassung: Deutsch (UT Englisch)