Ein Blick auf die DDR kurz vor dem Mauerfall

In einer privaten Kohlenhandlung im Ostberliner Prenzlauer Berg im Winter 1988/89 führt eine resolute Chefin mit Witz und Verstand das Regiment und genießt den Respekt ihrer sieben männlichen Angestellten. Hinter deren rauer Fassade werden Verletzlichkeit, Alkohol, Gefängnis, Familie, Republikflucht und andere Tabus sichtbar. Helke Misselwitz gelingt mit „Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?“ eine eindringliche Sozialstudie, in der sich die Protagonisten durch behutsames Fragen bereitwillig „ins Herz blicken lassen“. Im Anschluss spricht Regisseurin Annekatrin Hendel mit Helke Misselwitz über eine DDR-Wirklichkeit kurz vor dem Mauerfall – eine Zeit, in der noch niemand wusste, dass sich die Welt wenige Monate später grundlegend verändern würde.