Eine weitere Schulkinovorführung findet am Festivalfreitag im Cinema Bad Saarow statt. In Kooperation mit der Heinz Sielmann Stiftung präsentiert Naturfilmer Jan Haft seinen Film HEIMAT NATUR.
1975. Der junge Arzt Seyolo aus dem heutigen Kongo bekommt eine Stelle in einem kleinen Dorf im Norden Frankreichs und holt seine Familie nach. Doch der Neuanfang gestaltet sich für die einzigen
Schwarzen im Ort hindernisreich und turbulent. Nach einer wahren Geschichte.
Aus den Jury-Begründungen: Der Film erzählt von der Sehnsucht einer Familie, in einem für sie neuen Land akzeptiert zu werden. (Lars) Der Film erzählt humorvoll, aber auch lehrreich von Rassismus und Immigration. Das ist wichtig für Jugendliche. (Sophie)
Der Dokumentarfilm zeigt Aspekte des Kampfes gegen die Malaria in Ostafrika. Während die afrikanischen Protagonisten zu Wort kommen, knüpft die Handlung Zusammenhänge zu kolonialen Strukturen und kapitalistischer Profitgier.
Aus den Jury-Begründungen: Die Menschen in Ostafrika sehnen sich nach Gesundheit und Normalität. Diese Sehnsucht und die starke Ausbreitung einer Krankheit kennen wir spätestens seit Corona, darum geht der Film auch Jugendliche hier an. (Paul)
Man muss sich bewusst werden, dass koloniale Strukturen immer noch herrschen. Ohne dieses Wissen kann man nichts dagegen unternehmen. (Lucy)
Freitag, 3. September Film Ohne Grenzen-Schulkino im Cinema Bad Saarow:
11:00 Uhr HEIMAT NATUR (Deutschland), Regie: Jan Haft
Heimat ist da, wo wir aufwachsen oder uns dauerhaft niederlassen. Und diese Heimat ist stets auch von Natur geprägt. Diese verändert und gestaltet der Mensch heute mehr als jedes Naturgesetz. HEIMAT NATUR ist eine bildgewaltige Reise durch die Natur unserer Heimat, von den Gipfeln der Alpen bis an die Küsten und in die Tiefen von Nord- und Ostsee. Dazwischen liegt ein filmischer Streifzug durch dampfende Wälder, flirrende Moore und die bunte Kulturlandschaft rings um unsere Dörfer und Städte. In schönen Bildern, wird die Natur und ihre Veränderung eingefangen und abgebildet. Denn die Menschen greifen dieser Tage so viel in sie ein, wie nie zuvor.
Jan Haft, der als einer der besten Naturfilmer der Welt gilt, ist mit diesem Film eine wunderschöne Liebeserklärung an unsere heimischen Lebensräume und an das harmonische Miteinander von Mensch und Natur gelungen.
Im Anschluss an den Film wird es eine Diskussion zum Thema „Heimat Natur: Quo Vadis Artenvielfalt?“ mit Regisseur Jan Haft geben.