29. AUG. – 01. SEPT. 2019

Internationales Filmfestival
Bad Saarow am Scharmützelsee
Programm
2019
Haus am See –
Stipdendium

Jugend­programm

Schulkino
2018
: Im Rahmen der Festivaltage luden wir auch in 2018 wieder rund 160 Schüler*innen aus dem Landkreis Oder-Spree zu Schulkinoveranstaltungen im Rahmen des FILM OHNE GRENZEN Festivals ein. Gezeigt wurde der auf dem gleichnamigen Buch basierende Film „Das schweigende Klassenzimmer“ von Lars Kraume. Im Anschluss an die Vorführungen konnten die Schüler durch Diskussionen mit dem anwesenden Zeitzeugen Karsten Köhler Ihre Eindrücke nachbearbeiten.

2017: In diesem Jahr sahen sich die Schüler*innen aus Bad Saarower und Fürstenwalder Schulen den Spielfilm „Bach in Brazil“  an. Der Filmemacher Ansgar Ahlers leitete im Anschluss eine lebhafte Diskussion mit deutschen Schülern und Jugendlichen aus Willkommensklassen. Anhand von Making-Off Material und Original Drehbüchern bekamen die Schüler und Schülerinnen einen Einblick in die Entstehung des Films. Die Auseinandersetzung über das Gesehene reichte weit über die Festivaltage hinaus und konnte so einen wichtigen Beitrag zur außerschulischen Bildung leisten. Dem FILM OHNE GRENZEN-Team ist sehr daran gelegen, in dieser Form auch einen Bildungsauftrag zu erfüllen.

Workshops

2019:

Mit großem Erfolg fand in Fürstenwalde vom 3. – 7. Juni das Schulprojekt „Mix it“ statt – eine Initiative der Deutschen Filmakademie und bildberbewegen e.V., erstmalig realisiert in Kooperation mit FILM OHNE GRENZEN:  30 Jugendliche mit und ohne Fluchtgeschichte des Oberstufenzentrums Palmnicken (Europaschule OSZ Oder-Spree) drehten gemeinsam drei Kurzfilme zum Thema „Wahlen“.

In dem ersten Film dreht sich alles um die fiktive Partei FMP – „Fürstenwalder Mixed Partei“ – die von den Schülern für das Filmprojekt selber entwickelt wurde. Bei dem anderen Film geht es um ein Mädchen, das wählen darf und nicht will – und um einen Jungen, der wählen möchte, aber nicht darf. Der dritte Film ist eine Dokumentation über die Projektwoche.  Die Jugendlichen setzten sich während der Arbeit an den Filmen mit hochaktuellen Fragen auseinander: wo stehen sie als jungen Menschen bei politischen Themen? Was denken sie über Migration? Welche Vorurteile haben sie und wer sind ihre (politischen) Vorbilder?

Für Wanissou Bounou aus Benin erfüllt sich mit dieser Woche ein lang gehegter Wunsch: „Der Workshop ist vor allem deshalb so schön, weil die Geflüchteten mit den Einheimischen über die gemeinsame Arbeit an den Filmen endlich richtig zusammenkommen und sich im Team ganz anders kennenlernen können.“

In Anwesenheit der Teilnehmer und weiterer Gäste werden die drei Filme auf dem FILM OHNE GRENZEN Festival ihre große Premiere feiern.

Im Anschluss daran werden sie außerdem auf dem Youtube-Kanal des Projekts zu sehen sein: youtube.com/mixitfilmprojekt

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Ein erster Filmworkshop fand in diesem März in Kooperation mit der DASI Berlin GmbH statt. Das Projekt richtete sich an Jugendliche, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr zu Hause leben können und deswegen von der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft Sozialpädagogischer Initiativen betreut werden. Angeleitet von den VR-Journalistinnen Christiane Wittenbecher und Susanne Dickel der Firma IntoVR stellten die Jugendlichen einen 360° Film her. Gemeinsam entwickelten sie das Konzept, das Drehbuch und den Drehplan. Dabei sollten sie sich inhaltlich mit dem diesjährigen Festivalthema „W I R“ auseinandersetzen. Das Unterthema ihres Filmes, das die Jugendlichen in einem ersten Prozess selber auswählten, lautete Mobbing.
Die zuständige Bereichsleiterin der DASI Berlin hebte die Bedeutung eines solchen Filmworkshops für die Jugendlichen hervor: „Sie erfahren dadurch eine enorme Selbstständigkeit und erleben, was es bedeutet, kreativ zu sein und dabei etwas entstehen zu lassen. Dies stärkt und festigt ihre Persönlichkeit – Eigenschaften, die sie im weiteren Leben voranbringen werden.“ Der Workshop wurde gefördert von der Stiftung Berliner Sparkasse.

Weitere Workshops werden im Sommer und in der Festivalwoche für Brandenburger Jugendliche und Jugendliche aus fremden Kulturkreisen stattfinden.

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2018: Im Juli veranstaltete FILM OHNE GRENZEN den ersten zweiwöchigen Filmworkshop in diesem Jahr. In der Caritas Gemeinschaftsunterkunft in Bad Saarow erhielten Geflüchtete gemeinsam mit jungen Erwachsenen aus dem örtlichen Fußballverein im Rahmen des Workshops die Gelegenheit, einen biografisch motivierten Collagenfilm mit selbst hergestellter Musik- und Klangebene herzustellen. Gemeinsam suchten die Teilnehmenden nach ihren Geschichten, ihren Beobachtungen in der Unterkunft und des Ortes um sie herum sowie nach ihren Träumen. Welche Bilder beschreiben das Vergangene, das Gegenwärtige, die mögliche Zukunft? Fotos und Filme aus dem Mobiltelefon, eigene Texte, Comics und Gesänge konnten zu Dokumenten werden, die eine Erzählung in Gang brachten. Das Projekt „Erzählen wie ich es möchte“ soll Sprachbarrieren überwinden, es vertraut in die universelle Sprache von Bildern und Klängen. Die Premiere des Filmes wurde im September beim FILM OHNE GRENZEN Festival im Beisein der Teilnehmer*innen und Workshopleiter*innen gefeiert. Der Workshop fand in zwei Modulen statt: das erste mit dem Künstlerduo Anna Faroqhi und Haim Perez als Workshop-Leiter und Mentoren und das zweite mit der Komponistin und Pianistin Eunice Martins und der Komponistin Laura Mello. In diesem zweiten Modul ging es um die Vertonung des gedrehten Materials.

 

Ein weiterer Workshop fand in der Festival-Woche in Kooperation mit der Maxim Gorki Oberschule statt. Angeleitet von Trainern der Firma IntoVR stellten die Jugendlichen aus Brandenburg gemeinsam mit den geflüchteten Schülern aus Syrien, Afganistan, Iran und Serbien  einen 360° Film her. Die Schüler entwickelten das Konzept, den Drehplan und das Storyboard. Der Film „Unser Bad Saarow“ wurde beim Eröffnungsabend des FILM OHNE GRENZEN Festivals auf Virtual-Reality-Brillen präsentiert.

Den ganzen Abend über konnten nicht nur die Teilnehmer und ihre Eltern den 360°-Film auf VR-Brillen sehen, sondern auch die Besucher des Festivals.

„Mit den Jugendlichen zu arbeiten, war eine intensive Erfahrung. 16 Oberschüler, 15-16 Jahre alt, unterschiedlichster Herkunft, teilweise erst seit zwei Jahren in Deutschland. Das war echt eine Herausforderung, aber wir konnten sie mit dem Medium richtig begeistern und haben schnell gesehen, wie stark sie sich eingebracht haben, sich ausprobiert haben, auch vor der Kamera, sogar die Bürgermeisterin interviewt haben und Ideen entwickelt haben. In den vier Tagen sind mir die Schüler richtig ans Herz gewachsen, vor allem sind sie selbst gewachsen. Das ist ein tolles Gefühl, das zu beobachten“, so Christiane Wittenbecher von IntoVR über das Projekt.

Wir danken den Mitwirkenden und allen, die mit Ihrer Unterstützung diese sozialen Projekte erst möglich machen.


2017: Während wir 2016 nur einen Workshop für deutsche und geflüchtete Schüler angeboten haben, konnten wir in 2017  gleich zwei verschiedene mediale Projekte im Rahmen des Filmfestes realisieren. Bei beiden Projekten konnten die Jugendlichen durch die gemeinsame, intensive Arbeit ein größeres Verständnis füreinander entwickeln.  Im ersten Workshop, “ word-e-scape“,  ging es um die Auseinandersetzung mit Schrift und Sprache. Im zweiten Workshop „SonONOlux“ wurden Stummfilme von den Jugendlichen mit Hilfe von Instrumenten vertont.

Beide Projektarbeiten wurden im Rahmen des Festivals präsentiert, die Arbeit des word-e-scapeWorkshops wurde auch in der Schule präsentiert und ausgestellt. Betreut wurden diese Workshops von Eunice Martins, Laura Mello, Heidrun Schramm und Nicolas Wiese.

NEWS

Filmprojekt „Mix it“ erstmals in Fürstenwalde

Filmworkshop mit DASI Berlin

„Save the Children“ und WIR

Schwerpunktthema 2019: W I R

Die Mühe hat sich gelohnt!

Ronald Zehrfeld zu Gast bei Freitags-Matinée

Volker Schlöndorff im Talk mit Wolfgang Kohlhaase

Workshop in der Caritas-Unterkunft Bad Saarow erfolgreich beendet

Charly Hübner, Ulrich Matthes, Cem Özdemir und Martina Zöllner als Talkgäste

Ehrengast 2018: Drehbuchautor und Filmemacher Wolfgang Kohlhaase